Kinderturnen
Kinderturnen

Silke Hollmann
Abteilungsleiterin
Tel.: 0152 53113318
Warum turnen so wertvoll ist
Die Turnabteilung umfasst mit fünf verschiedenen Turnangeboten für Kinder ab dem Krabbelalter bis ins Jugendalter insgesamt ca. 110 aktive Mitglieder und bietet somit den ersten Einstieg für die Kleinsten und deren Begleitperson ins Vereinsleben. Durch die Teilnahme am Turnen in der Gruppe werden unterschiedliche Kompetenzen der Kinder weiterentwickelt und gefördert.
Die Gruppenangebote im Überblick:
• Krabbelturnen von ca. 4 Monaten bis 2,5 Jahren (mit Begleitperson)
• Eltern-Kind-Turnen von 2 bis 4 Jahren (mit Begleitperson)
• Kinderturnen von 4 bis 6 Jahren (ab diesem Gruppenangebot ohne Begleitperson)
• Gerätturnen von 6 bis 10 Jahren
• Leistungsturnen (Gerätturnen für Fortgeschrittene) ab 10 Jahren
Das Turnen, das wir heute u.a. im Rahmen des Breitensports kennen und ausüben, blickt auf eine jahrhundertelange Entstehungsgeschichte zurück. Turnerisches Bewegen hat es über viele Jahrhunderte und in unzähligen Kulturen gegeben, angetrieben von Bewegungslust und der Freude am eigenen Können, Erleben und Darstellen.
Wurde das turnerische Bewegen in früheren Zeiten als „Leibesübungen“ oder auch „Leibeserziehung“ bezeichnet, das die gesamte leibliche Entwicklung fördern sollte, sprechen wir heute von Kinder – und Gerätturnen. Im Kern ist die Bedeutung der Bewegungsform aber weitestgehend gleich geblieben:
Es geht beim Turnen um die ganzheitliche Entwicklung der Kinder:
Durch abwechslungsreiche und kreative Bewegungsarrangements sowie kindgerechte Gerätelandschaften können Kinder im motorischen Bereich
- Bewegungserfahrungen machen wie abspringen, fliegen, sich drehen, über Kopf
hängen, schwingen, schaukeln , überschlagen, stützen, das Gleichgewicht halten
sowie rollen.
Ab dem Alter von 6 Jahren werden turnerische Fertigkeiten wie Handstand oder
Sprung über Kästen gezielt und unter Anleitung schrittweise erlernt und geübt. - auf konditioneller Ebene ihre Körperhaltung durch die (spielerische) Kräftigung
von Arm-, Schulter-, Bauch-,Rücken- und Fußmuskulatur schulen sowie
Körperspannung entwickeln, - ihr Koordinationsvermögen verbessern, um mehr Bewegungssicherheit und
schnelles Lernen neuer Bewegungsabläufe zu erlangen, - ihren eigenen Körper kennen- und wahrnehmen lernen.
Auch die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern kann durch das Turnen in
der Gruppe gefördert werden, indem sie
- die Übungsleiterin bzw. deren Helferkraft als Vertrauenspersonen gewinnen und
als Trainerinnen (ab der Kinderturngruppe 4-6 Jahre ohne Begleitperson)
akzeptieren lernen, - sich an verabredete Regeln in der Halle sowie im gegenseitigen Miteinander halten,
- Selbstvertrauen gewinnen durch Erfolgserlebnisse und Spaß an der Bewegung mit
anderen sowie dem Loslösen von der Begleitperson, - den Geräteauf,-um -und Abbau als Teamarbeit erleben,
- sich im kommunikativen Austausch mit Gleichaltrigen üben,
- lernen, sich gegenseitig zu helfen (Helfergriffe) und zu sichern sowie solche
Hilfegebungen auch anzunehmen.
Unsere Turngruppen haben sich zum Ziel gesetzt, die Kinder bei der Entwicklung der genannten Kompetenzen bestmöglich zu unterstützen.
Mit viel Engagement werden abwechslungsreiche Bewegungsanreize in Form von Gerätelandschaften -und Aufbauten geschaffen, die zum Erproben, Üben und Festigen von turnerischen Fertigkeiten einladen und welche die Geschicklichkeit und die Kreativität der Kinder fördern. Dabei soll vor allem die Freude an der Bewegung und der Austausch innerhalb der Gruppe im Vordergrund stehen.
Darüber hinaus wird das Gerätturnen als Vielseitigkeitsschulung im Grundlagen- und Ergänzungstraining in vielen anderen (Trend-)sportarten wie beispielsweise Parcour, Judo oder Breakdance sowie in der Leichtathletik eingesetzt und fördert somit die Lernvoraussetzungen für zahlreiche andere Sportarten.
Wir freuen uns über jedes Kind, das zu uns in die Turngruppen kommen möchte!
Viel Spaß beim Balancieren und Springen, beim Überkopfstehen und Rad schlagen!
Silke Hollmann, Abteilungsleiterin Turnen
Turngeschichtlicher Hintergrund
Einer der bekanntesten Wegbereiter ist „Turnvater“ Fr. L. Jahn (1778-1852), der
sowohl den Grundstein der heutigen Turnsprache legte als auch wesentlichen Anteil
am Ausbau des Turnens an Geräten hatte. Zudem entwickelte er als einer der Ersten
eine Turnmethodik zum Erlernen turnerischer Fertigkeiten, die sich an den
jeweiligen Lernvoraussetzungen orientierten und führte erstmals „Helfergriffe“ ein.
